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25.11.11 09:45
Wurzelholz und Ton: Krippen bauen – eine alte Tradition

In Mehrstetten weihnachtet es das ganze Jahr

Von: Tabea Knabe

Schaut man sich die Krippen an, die Regina Manz am vergangenen Wochenende in Oberstadion ausstellte, so wird schnell klar, dass sie von einer Perfektionistin stammen. Die Mehrstetterin fertigt seit fast 10 Jahren in der heimischen Werkstatt Weihnachtskrippen. Dabei gleicht keine der anderen: In trauter Eintracht stehen alpenländische und orientalische Krippen nebeneinander. Eines ist jedoch allen gleich: Sie wurden mit viel Liebe zum Detail geschaffen.

Die Dachschindeln für eine neue Krippe schnitzt Regina Manz aus Zirbenholz. (Foto: Tabea Knabe)

Angefangen hat alles mit einem Schnitzmesser und einem Schnitzkurs. Beides hat Regina Manz im Jahr 2002 von einem Bekannten zum Geburtstag erhalten. Kurz darauf erblickte ihr erstes handgeschnitztes Schaf die Welt. Schnell kam ein selbstgebauter Stall hinzu. Der Weg zur ersten eigenen Krippe war nun nicht mehr weit, kurz vor Weihnachten 2003 war sie fertig. „Damit habe ich mir einen Kindheitstraum erfüllt. Schon früh haben mich Krippen fasziniert und die handwerkliche Arbeit liegt mir einfach“, erzählt die gebürtige Ludwigsburgerin.

Seitdem fertigt Regina Manz etwa zwei bis drei Krippen pro Jahr, je nachdem wie aufwändig diese ausfallen. In Stunden ausgedrückt sind das etwa 10 für eine kleinere hin bis zu 40 für eine große orientalische Weihnachtskrippe. Dazu kommen oft noch viele Stunden, wenn sie die Figuren selbst schnitzt.

Pro Jahr unternimmt Regina Manz mit ihrem Ehemann mehrere Reisen in den Alpenraum, um neues Material zu sammeln. Zirbenholz verwendet sie gern für Dachschindeln. Das Holz ist relative leicht und lässt sich gut bearbeiten Die Zirbelkiefer wächst jedoch nur in Höhenlagen von mindestens 1.300 Metern, hauptsächlich in den Alpen. Bei diesen Wanderungen „stolpert“ sie regelmäßig über alte Äste oder Wurzelholz. „Wenn ich ein schönes Stück sehe, weiß ich oft schon, was ich daraus mache“, erklärt sie.

Ihre Inspirationen bezieht Regina Manz aus Ausstellungen oder Büchern. Allerdings beschränkt sie sich auf den Bau von Weihnachtskrippen. Die Darstellung von Christi Geburt, meist mit der Anbetung durch die drei Weisen aus dem Morgenland, ist die gängigste und bekannteste Krippenform. Daneben gibt es andere Formen wie die Passionskrippe oder die Osterkrippe, doch diese sind in unserer Region nicht weit verbreitet.

Am ersten Adventswochenende ist Regina Manz mit ihren Krippen auf dem Münsinger Weihnachtsmarkt und am zweiten auf dem Westerheimer Weihnachtsmarkt vertreten.

Eine Auswahl der Weihnachtskrippen finden Sie im alb-biosphaere-Onlineshop.

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