Ideen für die Biosphäre
Bad Urach. Das Biosphärengebiet birgt für eine Stadt wie Bad Urach viele Chancen und kann auf unterschiedlichste Art mit Leben gefüllt werden. An diesem Prozess können Bürger aktiv teilnehmen.

- Thorsten Clement (von links), Frauke Daemgen und Elmar Rebmann präsentieren Ergebnisse. Foto: Kirsten Oechsner
Eine Beteiligung engagierter Bürger ist ausdrücklich erwünscht, ihre Ideen und Vorstellungen sollen in den Entwicklungsprozess Biosphärengebiet Schwäbische Alb eingehen: "Ich freue mich darauf und bin gespannt, was dabei raus kommt. Vor allem weil das Ergebnis nicht absehbar ist", meint Torsten Clement, Amtsleiter für Tourismus, Kultur und Stadtmarketing mit Blick auf die Ideenwerkstatt am Samstag, 19. März, im Haus des Gastes.
Ziel der Veranstaltung wird es sein, in verschiedenen Arbeitsgruppen und im Plenum umsetzbare Projektvorschläge zu den Themenbereichen Tourismus, Bildung, Natur- und Umweltschutz sowie Land-/Forstwirtschaft und regionale Produkte zu entwickeln. Doch die Ideen der Bürger können laut Clement auch außerhalb dieser Zielvorstellungen liegen, jede Anregung wird aufgenommen und diskutiert. Dafür hat sich die Stadt professionelle Hilfe geholt, die Moderation der Ideenwerkstatt übernimmt das externe Büro finep aus Esslingen.
Wer sich einbringen möchte, muss viel Zeit mitbringen und sich auf einen arbeitsintensiven Tag einstellen, den die Ideenwerkstatt findet von 10 bis 17 Uhr statt. Am Ende soll ein Maßnahmenkatalog erstellt werden, der dem Gemeinderat vorgelegt und diskutiert wird. Der hatte nach einem Antrag der FWV-Fraktion den Weg zur Ideenwerkstatt ermöglicht, in drei Arbeitstreffen wurde dann die zentrale Veranstaltung vorbereitet. Zunächst hatten sich Vertreter der Stadtverwaltung, des Gemeinderats und der Ortschaftsräte zu einem ersten Gespräch getroffen: "Bad Urach aktiv war von Anfang mit eingebunden", erklärt Bürgermeister Elmar Rebmann. In dieser ersten Phase wurde der Ist-Zustand mit seinen Stärken und Schwächen analysiert. Danach fand eine rein organisatorische Arbeitssitzung zur Aufbereitung und Vorbereitung eines dritten Treffens statt. Knapp 50 Personen aus den verschiedenen Bereichen der Stadt nahmen daran teil: Vertreter der Schulen und aus der Gastronomie, Direktvermarkter und Mitarbeiter der Landeszentrale, die Jugendherbergsleiterin und Abgesandte von Vereinen wie des Obst- und Gartenbauvereins, der Schwäbische Albverein oder des RSC Hengen entwickelten als Vorbereitung für die zentrale Veranstaltung des Prozesses, der Ideenwerkstatt, Leit- und Oberziele. Torsten Clement und Elmar Rebmann sind nachhaltig beeindruckt von dem Elan der motivierten Teilnehmer: "Es ist ermutigend, mit welchem Interesse sie alle dabei waren", meint der Bürgermeister.
Mit der Ideenwerkstatt sollen sich die Bürger zum einen mit ihren Ideen einbringen und die Zielvorgaben mit Leben füllen, gleichzeitig soll den Bad Urachern aber auch vermittelt werden, was das Biosphärengebiet Schwäbische Alb überhaupt ist und welche Chancen es in sich birgt. Und die sind laut Rebmann groß: "Es gibt große Möglichkeiten, sich weiter zu entwickeln". Zumal Bad Urach einer der ersten Gemeinden sei, die bei der Ideenentwicklung so intensiv mit den Bürgern zusammen arbeitet: "Das unterstreicht die Bedeutung von Bad Urach im Biosphärengebiet." Der für Bad Urach erarbeitete Maßnahmenkatalog wird gleich an zwei weiteren Stellen einfließen: Zum einen bei der Steuerungsgruppe des Biosphärengebiets, in der Rebmann als einer von vier Bürgermeister Mitglied ist. Darüber hinaus werden die Ergebnisse in den Prozess der Stadtentwicklung eingebracht, der im Sommer ebenfalls unter Beteiligung der Bad Uracher startet: "Dabei handelt es sich um einen breit angelegten Prozess in enger Abstimmung mit den Bürgern", erklärt Elmar Rebmann. Im Mittelpunkt steht die Frage, wo die Stadt in 20 Jahren steht. Die erarbeiteten Leitlinien werden dann vom Gemeinderat abgesegnet.
Info
Die Ideenwerkstatt findet am Samstag, 19. März, von 10 bis 17 Uhr im Haus des Gastes statt. Interessierte Bürger sollten sich aus organisatorischen Gründen bis Freitag, 11. März, unter eisenlohr@badurach.de oder Telefon: (0 71 25) 94 32 16 anmelden.












