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29.04.11 14:15
Beitrag zum Erhalt der Streuobstwiesen im Südwesten

Gewinner der Mostprämierung im Freilichtmuseum Beuren

Von: Landkreis Esslingen

Das Freilichtmuseum des Landkreises Esslingen hat es sich zur Aufgabe gemacht, einen Beitrag zur Erhalt der Streuobstwiesen zu leisten. Hierzu gehört es auch dem Most als Getränke mehr öffentliche Aufmerksamkeit zu schenken. So findet schon seit vielen Jahren immer im April eine Mostprämierung im Freilichtmuseum in Beuren, die gemeinsam mit dem Obst- und Gartenbauverein Beuren durchgeführt wird.

Mostprämierung 2011 im Freilichtmuseum Beuren, Foto: Landkreis Esslingen

Mehr als 40 Interessierte fanden sich dieses Jahr im rustikalen Museumskeller des Hauses Mannsperger ein. Dabei galt es, eine Vielzahl von Proben selbst hergestellten Mostes zu verkosten und auf Klarheit, Farbe, Geruch und Geschmack hin zu bewerten.

Den 1. Platz belegte Hildegard Drexler aus Holzmaden mit ihrem Apfel-/Birnenmost. Die 57-Jährige freute sich über diese besondere Auszeichnung und verriet, dass ursprünglich rund 200 Liter des preisgekrönten Mostes im heimischen Keller lagerten, aber der Vorrat schon geschrumpft sei. Hildegard Drexler, die auch als Biosphärenbotschafterin aktiv ist, schätzt als Hausgetränk selbstgemachten Apfelsaft und den eigenen Most. Etwa 40 Bäume bewirtschaftet die Familie auf der Gemarkung Holzmaden. Hildegard Drexler ist die zweite Frau, die bei der Beurener Mostprämierung den ersten Platz machte.

Aus Kleinbettlingen kommt der Gewinner von Platz 2,  Willi Veit. Er hat etwa 30 Streuobstbäume in seiner Obhut und seinen sortenreinen Birnenmost aus der Oberösterreichischen Weinbirne erfolgreich ins Rennen geschickt. Etwa 180 Liter hat er von dem prämierten sortenreinen Birnenmost hergestellt.

Theo Hermann aus Ostfildern hat in diesem Jahr den 3. Platz gemacht. Das Mosten hat der ehemalige Landwirt von seinem Vater gelernt. Seit er Rentner ist betreibt eine Kleinmosterei als Hobby. Er brachte einen zweijährigen Birnenmost mit, den er aus dem Roten Trierer Weinapfel und der Oberösterreichischen Weinbirne produzierte. Theo Hermann verriet, dass er bei der Beurener  Mostprämierung im Jahr 2005 schon mal den 1. Platz errungen hatte.

Die Preise wurden von Wolf Rühle, Freilichtmuseum Beuren, und Karl-Heinrich Wagner, dem Vorsitzende des Obst- und Gartenbauvereins Beuren, an die Gewinner überreicht.

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