Albhoftour: Vom Schäferkarren bis zum Landei
Baach. Ob Schäferei, Milchkuhhaltung oder Landeier: Die Albhoftour bietet Einblick in alle Facetten der Landwirtschaft. Am 8. Mai wird in der Radlerherberge in Baach mit einem Fest die diesjährige Saison eröffnet.

- Startklar für den Saisonauftakt am 8. Mai: Roswitha Auchter, Pia Münch, Daniel Burgmayer und Alois Auchter (von links) vor der Radlerherberge, in der das Fest in diesem Jahr steigen wird. Foto: Anja Mader
Die Landwirtschaft zeigen, wie sie wirklich ist, mit all ihren Vor- und Nachteilen, allem Schönen und allen Widrigkeiten, dieses Ziel hat sich der Landfrauenverband einst gesetzt, als die "Albhoftour" 2003 ins Leben gerufen wurde. Es sei kein Leben wie im Bilderbuch, betont Pia Münch, die Geschäftsführerin der Tour. Die Besucher sollen einen realistischen Einblick in alle Facetten der Landwirtschaft bekommen und dabei auf unterhaltsame Weise etwas lernen.
16 Betriebe gehören zu dem Tourenverbund, angesiedelt sind sie quer über die Alb, von Münsingen bis Zwiefalten. Ebenso unterschiedlich wie die geografische Lage ist die Bandbreite dessen, was die Landwirte produzieren, von der Milchviehhaltung über die Schäferei bis zu Landeiern reicht das Spektrum. Eröffnet wird die diesjährige Rad- und Wandersaison offiziell am 8. Mai mit einem Fest in der Baacher Radlerherberge. Wobei angesichts des schönen Osterwetters die ersten Gäste freilich schon da waren.
Mit diesem Saisonauftakt bekommen Interessierte aber die Gelegenheit, sich über alle teilnehmenden Betriebe zu informieren. Die meisten sind mit einem Infostand vertreten und es gibt ein umfangreiches Rahmenprogramm (siehe nebenstehender Kasten).
Gleichzeitig wird über die Touren informiert, die es gibt oder die sich Gäste individuell zusammenstellen können. Je nach Laune und Vorlieben dauern die Touren einen halben Tag, dann werden nur zwei Höfe besucht, oder bis zu einer Woche mit Übernachtungen und Verpflegung. Es können die Betriebe besichtigt werden, außerdem lockt ein Zusatzprogramm, sei es mit Schätzspielen, Übernachtungen im Heu oder im Schäferkarren, Bootsfahrten oder Kuhmelken. Die Touren werden gut angenommen, berichtet Münch, Gäste aus nah und fern kommen auf die Alb, radeln oder wandern von einem Hof zum nächsten und informieren sich. 2008 erhielt die Albhoftour den "Preis für landwirtschaftliche Innovationen" der badischen Landjugend, 2009 den Touristikpreis von "Sonntag aktuell". Die Initiative sei außerdem eine der ersten gewesen, die von Plenum und Regionen aktiv gefördert wurde und die einzige, die bis heute Bestand hat.
Wobei sie sich im Lauf der Jahre verändert hat, es wurden die Zusatzprogramme entwickelt und einige Betriebe sind ausgestiegen, sei es, weil sie mit der Landwirtschaft aufgehört haben oder weil der Tourismusbereich nichts für sie war.
Von Anfang an dabei sind die diesjährigen Gastgeber, die Radlerherberge der Familie Auchter in Baach. Die Herberge befindet sich im einstigen Armenhaus, das von Roswitha und Alois Auchter gekauft und aufwendig renoviert wurde. Am Eröffnungstag finden dort Führungen statt, in denen erklärt wird, wie die Sanierung unter Begleitung des Denkmalschutzamtes ablief. Während der Saison übernachten viele Radfahrer, als Zusatzangebote gibt es unter anderem Reiten oder Bootsfahrten und eine Gartenwirtschaft.
Mit dabei ist in diesem Jahr auch der Baacher Landwirt Daniel Burgmayer, der zwar nicht zur Albhoftour gehört, aber am Saisonauftaktfest seinen Betrieb zu Führungen öffnet. Er erläutert und zeigt die Aufzucht und das Halten von Aachtal-Rindern und -Schweinen.
- Links:
- www.albhoftour.de













