Wanderkarte mit allen freigegebenen Wegen und zu den Aussichtstürmen
110 Jahre lang war es ausschließlich Soldaten vorbehalten, den 6.700 Hektar großen Truppenübungsplatz in Münsingen zu betreten. Nach dem Abzug der Bundeswehr ist seit 2006 diese einzigartige Kulturlandschaft auf 45 Kilometer langen Wegen für Wanderer und Radfahrer geöffnet. Durch die militärische Nutzung wurde das sogenannte Münsinger Hardt und die angrenzenden Gebiete von Siedlungen, Straßen, Flurbereinigung und intensiver wirtschaftlicher Nutzung weitgehend verschont. Stets durch mehrere Tausend Schafe beweidet, blieb eine parkartige Landschaft erhalten, wie sie im 19. Jahrhundert auf der Schwäbischen Alb üblich war.
In den Tälern und am Albtrauf liegen die urtümlichen Hang- und Schluchtwälder. Mittendrin finden die Besucher alte Panzerspuren, zahlreiche Tümpel, seltene Tiere und eine bunte Pflanzenwelt. Kein Wunder, dass dieses einzigartige Areal Kernstück des Biosphärengebietes ist.
Joachim Lenk, der bereits dieses Buch "Letzter Appell in Schwäbisch Sibirien" über den ehemaligen Truppenübungsplatz schrieb, hat zusammen mit dem Grafiker und Verleger Wolfgang Wiedemann eine militärhistorische
Freizeit- und Wanderkarte gestaltet, auf der alle freigegebenen Wege zu sehen sind. Die führen unter anderem zu den vier Aussichtstürmen, von denen man einen weiten Blick bis zu den Alpen hat. Der Faltplan schärft auch den Blick für das, was in der Nähe und am Wegesrand vom Militär übrig geblieben ist.
Es handelt sich dabei um keine topografische, sondern um eine übersichtliche, dreidimensionale Grafik. Der Ausschnitt schließt die an den ehemaligen Übungsplatz grenzenden Gemeinden ein, weist den Besuchern über farbige Zahlen den Weg zu den thematisch zusammengestellten Sehenswürdigkeiten. Die sind auf der Rückseite der Karte beschrieben und mit 70 Fotos und Abbildungen illustriert. So sind zum Beispiel die vier Friedhöfe, die ehemaligen Höfe Achenbuch, Schorrstall, Heroldstetten und Bäumlersburg sowie die fünf gemauerten Beobachtungstürme Lindequist, Seeckt, Falkenhausen, Reinhardt und Lenne erklärt.
Alle Sehenswürdigkeiten entlang der ehemaligen Hardt- und der Panzerringstraße sind vermerkt. Zudem wurden die Standorte eingezeichnet, wo im Juli 1944 mehr als 19.000 Soldaten der italienischen Division "Monte Rosa" antraten und wo Mitte der 60er-Jahre Atomsprengköpfe für Flugabwehrraketen gelagert waren. Die ehemalige Herzog-Albrecht-Kaserne, das Remontedepot Breithülen, das verlassene Dorf Gruorn und das Lager Feldstetten wurden ebenfalls nicht vergessen.
Zudem sind die Wege des Schwäbischen Albvereins zu sehen, die an den Grenzen des ehemaligen Übungsplatzes beginnen. Der Spaziergänger hat jetzt die Möglichkeit, interessante und abwechslungsreiche, lange und kurze Ausflüge zu unternehmen, die auch mit dem Fahrrad oder den Inlineskates möglich sind.
Laut neuester Umfrage von über 30% der Besucher gefordert: Informationen über die ehemalige, militärische Nutzung des Platzes. Diese Angaben sind bereits seit 2007 auf dieser Freizeit-und Wanderkarte.
Die Karte erhalten Sie bei uns im Shop versandkostenfrei:
Wanderkarte Ehemaliger Truppenübungsplatz Münsingen
Weitere Literatur, bzw. Nachschlagewerke zum ehemaligen Truppenübungsplatz unter: www.Garnisonsstadt.de.













